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MaBiS, Implementierungsprojekt MaBiS 2011

Die Marktliberalisierung, also die freie Wahl des Stromlieferanten unabhängig vom Netzbetreiber, machte eine Regelung erforderlich, wie der von einem Lieferanten durch ein fremdes Netz durchgeleitete Strom abgerechnet wird, insbesondere für den Fall, dass die Netzbetreiber nicht die Energiemenge aus dem Bilanzkreis eines Lieferanten entnommen haben, welche der Netzbetreiber zuvor in der Zuordnungsliste gemeldet hat. Die Zuordnungsliste ist die für die Bilanzierung verbindliche Liste, welche der Netzbetreiber vor dem Liefermonat als Grundlage dem Lieferanten sendet. Mehr oder weniger Verbrauch der Kunden, im Vergleich zur Prognose des Netzbetreibers (Wert aus der Zuordnungsliste), hat nichts mit der Bilanzkreisabrechnung zu tun. Diese Energiemengen verrechnet der Netzbetreiber über die Mehr-Mindermengen Abrechnung. Durch die Differenzen aus den vom Netzbetreiber vor dem Liefermonat in der Zuordnungsliste gemeldeten Prognosedaten, zu den nach dem Liefermonat vom Netzbetreiber tatsächlich bilanzierten Mengen, kam es immer wieder zu Abweichungen, welche durch teure Ausgleichsenergie abgedeckt werden mussten. Mit diesen wurden dann zum Schluss die Lieferanten belastet. Durch die MaBiS können diese Probleme nun aufgedeckt werden und im Falle von Abweichungen werden sie dem Netzbetreiber zugerechnet.

Jochen Sonnenschein hatte als Teilprojektleiter im MaBiS-Projekt der eon die Aufgabe, das notwendige Reporting der EVD GmbH München als Bilanzkreisverantwortlichen der eon mit seinem Team zu realisieren.

Die Realisierung der notwendigen MaBiS-Objekte in SAP wurde objektorientiert durchgeführt. Reports für den Fachbereich wurden in der Regel mit Hilfe der ALV - Technik der SAP realisiert (Listviewer).