L'Oréal

Merge, Transformationsprojekt 2015/2016

L'Oréal ist Weltmarktführer im Bereich Kosmetik. Der Konzern ist in vier Geschäftsbereiche unterteilt: Consumer Products mit den Marken L'Oréal Paris, Garnier und Maybelline New York, Professionelle Produkte mit den Marken L'Oréal Professionnel, Kérastase, Redken und Matrix, Luxusprodukte mit den Marken Lancôme, Biotherm, Helena Rubinstein und Armani Parfums sowie Apothekenkosmetik mit Vichy, La Roche-Posay und anderen Produkten.

Der langjährige SNP Kunde L'Oréal plante, die zwei Systeme D-A-CH (L'Oréal Westeuropa mit dem Standort Karlsruhe) und SNS (L'Oréal Skandinavien mit dem Standort Kopenhagen) in ein neues gesamteuropäisches SAP System zusammenzuführen. Das Ziel war, die IT- und Personalkosten zu reduzieren. Der Merge umfasste die SAP Module FI, CO, MM, WM und SD sowie anwendungsübergreifende Objekte aus dem SAP Grundsystem. Das Team um Projektleiter Peter Zell, der das Projekt im September 2015 an Jochen Sonnenschein übergab, startete im Dezember 2014 und traf in dem 18-monatigen Projekt auf so manche Herausforderung:

Um die Verbesserungspotenziale bei Prozessen und Daten voll auszuschöpfen, entschied man sich nach Beginn des Projekts für eine andere Vorgehensweise und wechselte von dem ursprünglich geplanten Brownfield Approach zum Bluefield Approach, was zu einer ersten Verzögerung des Projekts führte und das Ende von September 2015 auf Januar 2016 verschob. Außerdem gab es Personalwechsel sowohl bei SNP als auch bei L'Oréal, was den Arbeitsfluss naturgemäß etwas behindert. Das Team musste sich zudem mit bis zu zehn Änderungen der Mappingregeln auseinandersetzen, ein hoher Aufwand. Der Go-live musste sogar ein zweites Mal verschoben werden, da der Kunde die Prozesstests nicht hundertprozentig durchgeführt hatte und die KPIs für einen Go-live nicht aussagekräftig genug waren: Von Januar 2016 auf schließlich April 2016.

Der Teamgeist der SNP Mitarbeiter war jedoch ausgezeichnet und auch die Zusammenarbeit mit dem Kunden war gut, sodass man die Aufgaben samt ihren Schwierigkeiten gemeinsam meistern konnte. So war sogar der vom Kunden geforderte Go-live in maximal 72 Stunden in 48 Stunden geschafft – eine große Leistung.

Im Laufe des Projekts fielen dem Kunden also viele Aufgaben mehr ein, die für ein Gelingen seines Planes nötig waren und die für das Team über die ursprünglichen Grundanforderung und „einfachen" Regelwerksänderungen hinausgingen, nämlich:

  • CO/PA – Regelwerksänderungen nach dem zweiten Massentest
  • Benutzer, Berechtigungen, Workflow, Reportvarianten, Layouts und SAP Office Dokumente
  • Kundenstammharmonisierung
  • Kontenplanharmonisierung
  • Nummernkreisharmonisierung

Nach der Anstrengung konnten sich aber alle, Kunde und SNP Team, über ein großartiges Ergebnis freuen:

alle Businessregeln wurden am 13.4.2016 erfolgreich im Go-live umgesetzt der Merge wurde in einer Zeit von 48 statt geforderten 72 Stunden durchgeführt während Hypercare-Phase wurden sieben Nachmigrationen durchgeführt Abnahme durch Kunden am 19.05.2016